Nikon D4s – Profi Spiegelreflexkamera mit
16 Megapixel Vollformatsensor (FX)

Ich war zwar nicht einer der wenigen Fotografen, die während der Olympischen Spiele in Sotschi mit der neuen D4s schon fotografieren durften, aber immerhin konnte ich die Kamera schon mal in Händen halten. Und das sind beeindruckende 1350 Gramm – ohne Objektiv. Die Kamera ist bis aufs letzte für den professionellen Einsatz konstruiert. Das robuste Vollmetall-Gehäuse ist abgedichtet, die Ergonomie wurde nochmal verfeinert und überarbeitet. Dazu gibt's Tempo in allen Bereichen.

Dank neuer Mechanik beim Spiegel und schnellerem Prozessor bringt es die D4s nun auf 11 Bilder pro Sekunde. Und damit man die auch bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen noch nutzen kann, wurde der ISO-Bereich noch mal erweitert. In der Standardeinstellung lassen sich Werte zwischen ISO 100 und ISO 25600 wählen. Nutzt man den erweiterten Bereich, ist erst bei ISO 409.600 Schluss. Ja, richtig gelesen: 409.600. Ok, die Aufnahmen werden sicher nicht völlig rauschfrei aussehen, aber der Wert zeigt, was möglich ist. 

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Natürlich werkelt in der D4s wieder ein Vollformat-Sensor mit den Abmessungen 36 x 24 Millimeter. Und nein, er hat weder 24, noch 20 Megapixel – diese Werte wurden immer wieder als Spekulation genannt – sondern "nur" 16 Megapixel. Dem Profi reicht das völlig aus. Hier sind geringe Bildstörungen (Rauschen) wichtiger, als irgendwelche Pixel-Rekorde. Und machen wir uns nichts vor: Die D4S wird wohl hauptsächlich in der Sport-Fotografie eingesetzt und da wird der größte Teil der Bilder in Tageszeitungen, Zeitschriften und im Internet veröffentlicht. Für diese Einsatzbereiche sind die 16 Megapixel absolut ausreichend.

Was gibt's sonst noch an Verbesserungen im Vergleich zur D4. Da wäre im Bereich Video nun eine Bildwiederholrate von 50p/60p bei Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Bildpunkte). Klar gibt's dazu jeweils einen Anschluss für ein externes Mikrofon und einen Kopfhörer. Wer jetzt gehofft hat, dass die 4Ds auch schon Videos in 4k aufnehmen kann – nein, das geht (noch) nicht. Ich konnte es während meine Kurz-Tests zwar nicht ausprobieren, aber ich gehe davon aus, dass das Live-Bild über den HDMI-Ausgang ausgegeben wird, so dass ein externer Monitor angeschlossen werden kann.

Ansonsten gibt's noch einen schnellen Gigabit-Internet-Anschluss für schnelleren Workflow und natürlich lässt sich wieder der WLAN-Adapter anschleßen.

Dazu gibt's noch einen neuen AF-Modus, bei dem fünf AF-Felder zusammengeschlossen werden, so dass der Autofokus noch präziser und schneller arbeitet. Die übrigen Autofokus-Varianten sind geblieben – inklusive des AF-Tracking-Modus. Wie gehabt arbeiten 51 Fokusmessfelder in der Nikon, davon 15 Kreuzsensoren. Bei der Wahl der Fokusmessfelder kann zwischen 51 und 11 Feldern gewählt werden. 

Noch präziser kann nun der Weißabgleich gesteuert werden. Neben zahlreichen Voreinstellungen und der Angabe des Kelvin-Wertes kann noch eine Feinabstimmung vorgenommen werden. Ebenfalls feiner abgestimmt werden, kann die Farbeinstellung des Kontrollbildschirms. Der hat eine Auflösung von 921.000 Bildpunkten und eine Diagonale von acht Zentimetern.

Bedienkonzept, Menüs, Einstellmöglichkeiten, Belegung der Tasten und Drehräder ist wie bei der D4. Klar, denn der Profi, will sich mit der Neuen nicht erst wieder neu anfreunden müssen, sondern sofort loslegen. 

Sobald ich die Kamera für einen Test bekomme, werde ich noch ein paar mehr Details zur D4s schreiben. 

Die D4s wird 6.149 Euro kosten – selbstverständlich nur das Gehäuse.

Hier geht es zu meinem Video:

Nikon D4s / Vorstellung

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